Exhibitions

Uta Zeidler, Malerei

Hab deine Tür geküsst.

3. September bis 30. September 2017

Ich hatte das Glück, dafür Helmut Brade und Sarah Alberti zu gewinnen und Kito Nedo für ein Interview. Alle Texte sind ein Geschenk – sie erkennen in meinen Arbeiten Aspekte, die mir am wichtigsten sind, und teilweise auch noch nicht bewusst waren. Dass andere Menschen ihre Gefühle in meinen Bildern finden können, freut mich über alle Maßen.
Helmut Brade:
„…Gegenständlich. Der Gegenstand: das Leben. Oft flüchtig notiert, unverstellt. Damit kann man wirklich etwas anfangen. Die Wirkung ist ganz direkt…“
Sarah Alberti:
„…Uta Zeidler gewährt dem Betrachter einen Vertrauenvorschuss, man ist berührt von dieser Offenheit, von dem Gefühl, der Malerin auch über ihre Titelgebung zum Teil sehr nahe kommen zu können….“
H.B.: „…Kein Design. Spontan. Stabil, trotz Bildung unverbildet. Eine eigensinnige Phantasie, die aber nicht in phantastische Welten führt, sondern Empfindungsebenen miterlebbar macht… Porträts: … Varianten, die sich nicht gleichen. Langzeitstudien. Natürlich, unbefangen, auch ein wenig naiv….“
S.A.: „Eine Treppe führt hinauf in farbige Abstraktheit, die Umrisse eines Hauses spiegeln sich in dem von einem Kaktus bewachten See, ein Krokodil wird getragen, ein Sessel steht im Wasser – in Uta Zeidlers großformatigen Arbeiten treffen ausformulierte Darstellungen von Personen oder Objekten auf abstrahierte wie abstrakte Settings. Sie irritieren angesichts ihrer vermeintlichen Greifbarkeit, die dann doch ins Ungewisse umschlägt. Sie verführen zum Sich-Verlieren in diesen fiktiven Räumen, die ihren Ausgangspunkt in der Realität zu haben scheinen: Wohin führt die Treppe? Steht das Haus noch am Ufer des Sees oder lebt es nur noch in seiner Erinnerung? Wer trägt das Krokodil an Land, konfrontiert mit einem Vulkan? Wer saß zuletzt auf diesem Sessel?“
H.B.: „…Uta Zeidler spricht mit Bildern. Es ist die Form, in der sie sich selbst findet und mitteilt. Und da sie etwas mitteilt, das andere Menschen ähnlich erleben, aber nicht ausdrücken können, entsteht Nähe und Einverständnis. Das muss nicht erklärt werden, ist nicht begrifflich fassbar, sondern gefühlsmäßig. Sich öffnen oder verschlossen bleiben. Träume und Ängste. Liebe. Ich möchte raten sich einzulassen….“