Gerard Waskievitz | Biografie

Künstler | Arbeiten

Geboren 1962

Lebt und arbeitet in Berlin

Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen
Mitglied Verein Berliner Künstler

Ausstellungsauswahl

2016 „This will be the last time…“ Michaela Helfrich Galerie, GR
2016 „Opium“ – Toscana-Halle ECC, Berlin,GR
2016 „EXPRESSIV“ Verein Berliner Künstler, GR
2016 „Integrated Systems“ – Vane, Newcastle upon Tyne, UK, GR
2016 “Berlin-Leipzig-Köln“, Kunstsalonstiftung Köln, GR
2016 “Brot und Spiele“, Haus am Lützowplatz, Berlin, GR
2016 „All bunnies can fly“ – Malerei, Michaela Helfrich Galeriec, EZ

2015  „IM INNEREN“, Bernhard Ailinger, Gerard Waskievitz RAR Gallery, Berlin GR
2015 „die neuen“, Verein Berliner Künstler GR
2014  Mitgliederausstellung Badischer Kunstverein Karlsruhe, GR
2014  „Art Sloy Wolgograd Kunstausstellung“,  Wolgograd, Russland, GR
2014  „L’Esprit de Berlin – Talking Saint Tropez“, Le Lavoir Vasserot Frankreich, GR
2014  „Warten Auf Die Hausdurchsuchung“,  Hotes International Fine Art, Berlin, GR
2013  „24 Enthüllungen“, Galerie 48, Wiesbaden, GR
2013  „Status quo including“, IQ13 Contemporary, Berlin, GR
2013  „malerei-meeting Börse Stuttgart 2013“,  Börse Suttgart  AG, GR
2013  „Morgengrauen“, Komet, Berlin, Dr. Carola Myser, EZ
2013  „Homage an Asia“, Chinesischer Pavillon Dresden, GR
2012  „Umtreiben und Zeitgeschehen“, Quartier am Hafen, KunstSalon Stiftung, Köln, EZ
2011 „Exposite Eindhoven-Berlijn“, Tijelijk Gebruik Eindhoven, Holland, GR
2011 „Kern“ Malerei Uta Zeidler + Gerard Waskievitz, Michaela Helfrich Galerie, Berlin, GR
2010 Bazonnale „LUST“, Weimar, GR
2010 „Menschenbilder“ DASLABOR, der Experimentalraum, Berlin, EZ
2009 „Historische Orte des Genusses“, Denkmaltag Berlin, Alte Kindl-Brauerei Neukölln, GR
2009 „Der geheime Garten“ CoachingCulture Gallery, Berlin, GR
2008  „Aktuelle Werke nach 156 Stufen“, Alte Kindl-Brauerei Neukölln, Berlin, EZ
2008 The Hague Red Cross, Nutshuis, Den Haag, Holland, GR
2007 Kulturhaus Dussmann, Berlin, GR
2003 „Jüngste Erzeugnisse“ Malerei,  Zeichnungen, Kunsthaus Lichtenrader Str. 32, Berlin, EZ
2003 Air Ticket AG, Berlin, EZ
2002 KNK KULTURELL, Vivantes, Berlin, EZ
2000  „Ars et  Usus“, Projektraum Lilienthalstraße Berlin Kreuzberg, Einzelausstellung
1988  „sculptures and drawing“, Projektraum Lilienthalstraße Kreuzberg, EZ
1997  „destroy“, Projektraum Lilienthalstraße Kreuzberg, EZ
1981 Ausstellung der Nationalen Schule der Schönen Künste in BWA Grünberg, Polen, GR
1969 Ausstellung  Künstlerkreis im Haus der Kultur DOZAMET Neu Saltz, Polen, Kuratot Kolodziej, GR

Artfairs
2015 Art Market Budapest
2014 Cologne Paper Art, Michaela Helfrich Galerie
2013 Preview Berlin, Michaela Helfrich Galerie
2013 Berliner Liste, Michaela Helfrich Galerie
2005 Internationale Kunstmesse Genf, Schweiz

Gerard Waskievitz arbeitet figurativ und will mit seiner Malerei kreative Reaktionen wecken.
Vielleicht als „Träumer“ (Bildtitel) ein selbst bestimmtes Leben führen, einen Ausweg aus scheinbar unüberwindbaren Problemen finden und im „Geheimen Garten“ (Bildtitel) dann die richtige Wahl treffen, um anschließend durch eine Tür zu gehen, die Neues bereit hält.
Der Betrachter seiner Bilder mag rasch eine Eigenart seiner Technik oder seines Vorgehens bemerken, die er gewiss mit anderen Künstlern teilt, die er aber in besonderem Maße ausgebildet und eingesetzt hat. Es ist dies etwas, das Figürlichkeit erbaut und gleichzeitig auflöst. So wird der Widerspruch zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit dort ausgetragen, wo er sich am schönsten entfalten kann, da wo die Malerei selbst zu malen scheint. Dieses Verfahren führt zum organischen Wachstum einer autonomen Malwelt. Hierfür existiert ein Schlüsselbegriff aus der Kunstgeschichte, der Pentimento heißt, der Vermaler; jene Stelle in einem Gemälde, wo man unter der jüngsten Malschicht den älteren Entwurf noch schemenhaft erkennt. Das ist von hohem Reiz und gibt der Malerei eine Unruhe und Uneindeutigkeit.
G.W. arbeitet planvoll mit dieser Dynamik von Verworfenem und Neuem. Wie eine Art Angriffstaktik, die einem bestimmten Rhythmus folgt, der sowohl beim Machen und auch beim Betrachten eine andere Art von Wachheit oder Aufmerksamkeit fordert. Das scheint mir für diesen 1962 geborenen Künstler eine Wesensart zu sein. Ganz gesättigt von der Empfindung, kann so einmal das Schwere als leicht erachtet, und das Leichte daherkommen, als wäre es schwer.

Dr. Heide M. Roeder
Kunsthistorikerin der BW Bank + Börse Stuttgart

Ein Paar vor dem Treppen-aufgang eines typischen Berliner Hinterhauses. Irgendwo in Berlin-Kreuzberg. Die Frau im dunklen Kleid mit einem knallrosa Körbchen in der Hand hat ein schemenhaft-verknöchertes Gesicht. Der etwa 50 jährige Mann mit nacktem Oberkörper trägt einen Ball in den Händen und fixiert uns grimmig.  Wir kennen solche alltäglichen, ein wenig trostlosen Szenen, haben sie schon oft und ganz nebenbei aufgeschnappt.

Diese aber bannt unseren Blick, denn die Treppenrückseite schmücken zwei tanzende Gestalten und eine wüstenähnliche Landschaft. Die Wände sind in hellblaue, zartlila und orangefarbene Farbfelder aufgegliedert. Und in Beinhöhe der beiden Protagonisten scheint sich ein Fenster zu öffnen. Der Maler Gerard Waskievitz verwandelt Alltägliches, Skurriles in prachtvolle surreale Kompositionen. Mit eigenwillig schimmernden Farbverläufen und einem Licht, das von innen zu kommen scheint, adelt er jedes Motiv. Indem er es malt, verbeugt er sich vor dem Leben!

Dr. phil. Carola Muysers